Geldanlage in Immobilien

Personen, die ihr Geld in Immobilien investieren möchten, sollten im voraus einige wichtige Entscheidungen treffen. Bei der richtigen Wahl des Objekts empfiehlt es sich Faktoren wie Preis, Lage und Vermietbarkeit zu beachten. Es ist sehr wichtig, über Thema Immobilien genaue Informationen zu haben, denn nur so ist es möglich, präzise Vorstellungen von einer "Investition in Stein" zu entwickeln. Der Investor sollte sich folgende Fragen stellen:

Welche Form der Immobilie soll gekauft werden?

Hier kann er zwischen Arten von Immobilien wie Eigentumswohnung, Einfamilienhaus, Mietwohnung, Renditeobjekt, Grundstück oder Ferienhaus wählen.

Wenn ein Gegenstand zur Kapitalanlage gekauft werden soll, welche Gründe sind dafür entscheidend? Steuervorteile, Erbvorsorge, Altersvorsorge oder weitere Gründe?

Falls der Hauptzweck der Immobilie die Kapitalanlage ist, sollte der Investor sich schon mit Hilfe von Analysen der Weltwirtschaft, des Wertpapiermarktes und der relevanten Aktienindizes wie Dow Jones, DAX, etc. genügend damit betätigen, nur so kann er sicher beurteilen, dass die Immobilie für ihn die entsprechende Geldanlage ist.

Der Investor sollte den richtigen Standort wählen, da dort er dann auch wenigstens einige Jahre wohnen muss: Land oder Stadt, Neubau oder Altbau, rege Gegend oder stille Lage, Stadt- bzw. Ortsrand oder Zentrumsnah, Neubausiedlung oder gewachsene Sozialstruktur, etc.

Der einzige Faktor, der nicht geändert werden kann, ist die Lage der Immobilie, deshalb sollte man deren Wahl gut überlegen und das Kaufgebiet im voraus unbedingt besuchen. Es sind zwei wichtige Schritte, die hierbei beachtet werden sollten. Zum einen sollte man sich über das neue Bauland und die Bau- und Kaufpreisen informieren. Zum anderen sollte der Investor sich für die entsprechende Wohnlage interessieren, die für ihn in erster Linie auch finanzierbar ist.

Möglichkeiten: einfache Wohnlage: geringe Kaufpreise, in der Regel problematisch verkäuflich, in Problemgebieten auch problematisch vermietbar;

mittlere Wohnlage: relativ geringere Kaufpreise bei günstiger Vermietbarkeit;

gute Wohnlage: vorteilhafte Kaufobjekte sind selten, bevorzugte Wohngegenden mit hoher Vermietbarkeit;

sehr gute Wohnanlge: für viele Immobilienkäufer nahezu schon unbezahlbar, noch gute Vermietbarkeit;

Prestigelagen der Metropolen: kaum Offerte für Mietshäuser- oder Wohnungen;

Chancen:

Heute spielt die private Altersvorsorge eine sehr wichtige Rolle. Deshalb nutzen immer mehrere Personen Immobilien als Geldanlage auch für die Altersvorsorge. Die Vorteile dieser Investition liegt einerseits darin, dass der Besitzer der Immobilie die Möglichkeit hat, später mietfrei zu wohnen, was eine enorme Kostenersparnis bedeutet. Voraussetzung ist jedoch, dass der Kredit mit Eintritt in das Rentenalter zurückgezahlt wurde, wenn die Finanzierung der Immobilie über einen solchen erfolgte. Eine weitere Möglichkeit besteht in Umbaumaßnahmen, die man wahrscheinlich später einmal benötigt. Immobilien können aber nicht nur als Altersvorsorge im Sinne einer Geldanlage genutzt werden. Eine andere Chance ist, eine Immobilie zu kaufen und diese zu vermieten. Durch die geregelten Mieteinnahmen ist es möglich die anfallenden Kosten zu decken und der Besitzer hat die Möglichkeit später immer noch zu entscheiden, ob er das Haus oder die Wohnung selbst verwenden möchte. Die Chance, eine Immobilie selbst zu verwenden und zum Beispiel eine Einliegerwohnung zu vermieten, ist eine weitere Möglichkeit zur Geldanlage. Hier ist es möglich, die Ersparnis der eigenen Mieteinnahmen mit einer Miete zu kombinieren.

Risiken:

Wer eine Geldanlage in Immobilien tätigen möchte, sollte neben oben genannten Chancen auch mit Risiken rechnen, wie zum Beispiel:

  • a. Leerstand oder Mietausfälle;
  • b. Wertminderung – durch Nutzung verliert eine Immobilie an Wert. Dies ist es möglich, nur durch fachgerechte und regelmäßige Instandhaltung zu neutralisieren;
  • c. Zerstörung der Immobile;
  • d. Finanzierungsrisiko;

Vorteile von Geldanlagen in Immobilien:

  • 1. Es besteht die Möglichkeit die Anschaffungskosten über eine bestimmte Periode abzuschreiben;
  • 2. Als Vermieter erzielt man Einkünfte aus Verpachtung und Vermietung, bei denen die Werbungskosten unbegrenzt abgezogen werden können; Werbungskosten, die geltend gemacht werden können, sind: Erdbauzinsen, Schätzungskosten; Notar- bzw. Grundbuchamtsgebühren; bestehende Schuldzinsen; Bereitstellungszinsen; Disagio, etc. ;
  • 3. Die fällig werdenden Darlehenszinsen reduzieren die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung;
  • 4. Bei einem vermieteten Objekt ist es möglich, die Absetzung für Abnutzung zu berücksichtigen;