Immobilienfonds

Unter einem Immobilienfonds versteht man ein rechtlich festgestelltes Sondervermögen, in der Regel ein Fonds, welches sich überwiegend oder nur aus Immobilien zusammensetzt. Es gibt zahlreiche, wirtschaftlich und rechtlich unterschiedliche Strukturen, die Immobilienfonds genannt werden können. Wer Immobilienfonds vergleichen möchte, der kann dies jetzt auch online durchführen.

Bei offenen Immobilienfonds erfolgt die Investition in viele unterschiedliche Immobilien. Anleger haben die Möglichkeit auch schon mit keinem Einsatz Partner zu werden. Offene Fonds investieren im Vergleich zu geschlossenen Immobilienfonds in sehr viele Objekte.

In Deutschland gibt es offene Immobilienfonds seit 1959, und sie stellten jahrzehntelang eine relativ bevorzugte Anlage, da sie eine ganz sichere - wenn auch nicht beachtlich hohe - Rendite abwarfen. Bei dieser Art von Immobilienfonds haben Anleger die Möglichkeit von mehreren Vorteilen zu profitieren, wie zum Beispiel attraktiven Renditen, steuerfreien Erträgen und langfristiger Sicherheit. Deshalb eignen sie sich ausgezeichnet als Grundlage jedes dauerhaft ausgerichteten Depots. Bei guten Fonds bewegt sich die Rendite offener Immobilienfonds in der Regel zwischen 3 und 4% jährlich, sogar bis zu 5,5% in guten Jahren. In diesem Fall sind auch die Kursschwankungen ziemlich gering. Darüber hinaus entwickeln sich offene Immobilienfonds ganz unabhängig vom Aktienmarkt. Offene Immobilienfonds sind für den Anleger eine mittelbare Immobilienbeteiligung. Sie erzielen Wertzuwächse vor allem aus den Wertsteigerungen der Immobilie sowie den Mieteinnahmen. Aufgrund der Nutzungsstrukturen, Mietvertragslaufzeiten und Risikostreuung nach Standorten, ist dauerhaft mit einer soliden Wertentwicklung zu rechnen. Die Anleger haben jederzeit die Möglichkeit Anteile zu kaufen und zu verkaufen. Der Ausgleich zwischenzeitlicher Kursschwankungen erfolgt durch einen langen Anlagehorizont . Es empfiehlt sich aus diesem Grunde eine mittel- bis langfristige Anlagedauer. Offene Immobilienfonds bilden eine bestmögliche Ergänzung zur Aktien- und Rentenanlage und sie können sowohl für die Vermögensanlage als auch für den Vermögensaufbau verwendet werden.

Bei geschlossenen Fonds beteiligen sich die Anleger im Gegensatz zu offenen Immobilienfonds an einzelnen oder wenigen Investmentgegenständen, die zum Beispiel Immobilien, ein Schiff oder noch zu produzierende Filme sein können. In der Regel wird die Höhe des Gesamtinvestments aller sich teilnehmenden Anleger von Anfang an festgelegt, d.h., dass der Fonds geschlossen wird, wenn sich genügend viele Anleger kooperiert haben. Bei geschlossenen Fonds wird das Kapital des Anlegers für eine längere Periode gebunden, in der Regel zwischen 6 und 20 Jahren. Je nach Struktur des Fonds unterscheidet man regelmäßige oder unregelmäßige Ausschüttungen. Nur für Personen, die für die entsprechende Periode im Notfall auf das investierte Summe verzichten können, empfiehlt es sich in geschlossene Fonds zu investieren. Der Verkauf des Anteils an einem geschlossenen Fonds ist vor allem von den rechtlichen Voraussetzungen des aktuellen Fonds abhängig; in der Regel steht dem nichts entgegen. Jedoch gibt es keinen sicheren Zweitmarkt für Anteile an geschlossenen Fonds, eine Rücknahme mittels des Fondsanbieters kann nur in Ausnahmefällen beansprucht werden. Letztendlich sollte man darauf achten, dass hohe Verlustzuweisungen in der Anfangsphase beim Weiterverkauf wahrscheinlich steuerlich regressiv aberkannt werden. Auf diese Weise können also später noch Steuerzahlungen anfallen. Mit geschlossenen Fonds kann man Steuern sparen, jedoch sollte man sich nicht aus dieser Motivation für die Investition in einen geschlossenen Fonds entscheiden.

Für einen Anleger sind steuerliche Verlustzuweisungen nur dann ratsam, falls man in den folgenden Jahren angemessene Renditen erzielt. Bei der Auswahl des Beteiligungskonzeptes sollte man darauf achten, dass die Steuervorteile in ein angemessen ertragsstarkes Anlagekonzept eingebettet sind.

Wesentliche Unterschiede zwischen offenen und geschlossenen Fonds: Bei geschlossenen Fonds binden sich Anleger dauerhaft an ein wirkliches Investment. Dieser unternehmerischen Gefahr stehen in der Regel interessante Renditen und gegebenenfalls steuerliche Vorteile gegenüber. Bei offenen Fonds - auch als Investmentfonds bezeichnet - hat der Anleger jederzeit die Möglichkeit seine Anteile wieder zu veräußern und bekommt den aktuellen Zeitwert ausbezahlt. Aufgrund der höhen Flexibilität für den Anleger und des damit verbundenen geringeren Risikos liegen die Renditen von Investmentsfonds in der Regel unterhalb derjenigen von geschlossenen Fonds.